Jannik Sinner hat mit einem hart erkämpften Vier-Satz-Sieg über Carlos Alcaraz seinen ersten Wimbledon-Titel geholt und damit die Titelserie des Spaniers auf dem Centre Court beendet. Der Weltranglistenerste aus Italien drehte einen Satzrückstand und gewann 4:6, 6:4, 6:4, 6:4. Damit sicherte er sich nicht nur seinen Premierentitel im All England Club, sondern auch eine Art Wiedergutmachung für die Niederlage gegen Alcaraz im French-Open-Finale vergangenen Monat.
Ein Karriere-Meilenstein und eine nationale Premiere
Mit gerade einmal 22 Jahren ist Sinner der erste Italiener überhaupt – ob bei den Frauen oder Männern –, der einen Wimbledon-Einzeltitel gewinnt.
A match befitting a Wimbledon Final, both Sinner and Alcaraz kept demanding the best out of each other.
Congratulations Sinner, you belong to a special club today.
Well played Alcaraz, many more finals to come your way! pic.twitter.com/b3KtewpEcn
— Sachin Tendulkar (@sachin_rt) July 13, 2025
Der Sieg ist sein vierter Grand-Slam-Triumph und reiht sich zu seinen Erfolgen bei den Australian Open und den US Open ein. Damit fehlt ihm nur noch der Titel bei den French Open zum Karriere-Grand-Slam.
Taktische Brillanz und mentale Stärke
Unter dem Spitznamen „The Fox“ bekannt, passte Sinner nach dem Verlust des ersten Satzes seine Strategie an. Er verbesserte die Quote bei seinem zweiten Aufschlag und nutzte Alcaraz’ kurze Konzentrationslücken, vor allem im dritten und vierten Satz. Seine Ruhe in Drucksituationen, gepaart mit druckvollen Grundlinienrallies und einem spektakulären Tweener-Volley, rissen das Wimbledon-Publikum von den Sitzen.
Der Sieg verkürzt Sinners Bilanz gegen Alcaraz auf 5:8 in ihren bislang 13 Duellen. Obwohl Alcaraz zu Beginn mehr Asse schlug und mehr Punkte über den ersten Aufschlag holte, gaben Sinners Konstanz und Gelassenheit letztlich den Ausschlag. Der Italiener kassiert 3,5 Millionen Euro Preisgeld und festigt seine Spitzenposition im Herrentennis.
Eine Rivalität, die die neue Ära prägt
Nach dem Match nannte Sinner den Sieg „etwas ganz Besonderes“ und erinnerte an die emotionale Wende seit Paris. Alcaraz zeigte sich zwar enttäuscht, lobte Sinner jedoch und betonte, dass ihre Rivalität ihm helfe, als Spieler zu wachsen.
Da beide Spieler noch keine 24 Jahre alt sind, dürfte ihre Rivalität das Tennis noch jahrelang prägen. Der Fokus richtet sich nun auf die US Open, wo Sinner als Titelverteidiger antritt und Alcaraz darauf brennt, den Pokal zurückzuholen.
