Das Comeback von Kai Havertz nach seiner Knie-OP stockt, nachdem das deutsche Betreuerteam einen leichten Rückschlag in seiner Reha gemeldet hat. Der Arsenal-Angreifer hat seit der Verletzung kurz nach dem Premier-League-Auftakt gegen Manchester United am 17. August 2025 nicht mehr gespielt und steht weiterhin nicht zur Verfügung.
Die jüngste Meldung ändert die Erwartungen bei Arsenal und der Nationalmannschaft erneut. Statt der einst nach dem Eingriff prognostizierten schnellen Rückkehr gilt Havertz nun erst gegen Jahresende 2025 als Kandidat für Pflichtspieleinsätze; Trainerinnen und Trainer planen einen behutsamen Aufbau seiner Spielminuten.
Rückschlag nach vielversprechenden Fortschritten
Zunächst sah alles nach einem problemlosen Heilungsverlauf aus. Am 28. August 2025 wurde Havertz arthroskopisch am Knie operiert – ein minimalinvasiver Eingriff, der das Problem ohne aufwendige Rekonstruktion beheben sollte. Frühere Prognosen gingen von einer Pause von vier bis sechs Wochen aus, sodass er Ende September 2025 oder zum Beginn des Herbstprogramms wieder hätte spielen können.
Mit fortschreitenden Untersuchungen im Herbst wurden diese Prognosen jedoch zurückgenommen. Im November 2025 berichtete Bundestrainer Julian Nagelsmann von erneutem Kniezwicken und der Notwendigkeit, die Trainingsbelastung herunterzufahren. Das Umfeld des Spielers hält nun das Jahresende für ein realistisches Zwischenziel, während volle Wettkampfform erst bis März 2026 erwartet wird.
Arsenal und DFB-Elf passen ihre Pläne an
Die Verzögerung ist ein weiteres Kapitel in einem ohnehin kräftezehrenden Jahr für Havertz, der bereits die letzten Monate der Saison 2024/25 verpasste, nachdem er sich am 12. Februar 2025 einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen hatte. Arsenal hatte seinen Angriff in seiner Abwesenheit und erneut im Sommer umgebaut, verpflichtete neue Stürmer und ließ bei Engpässen im Kader Mittelfeldspieler im Zentrum aushelfen.
In der Saison 2025/26 muss Arsenal nicht nur auf Havertz verzichten, sondern gleichzeitig Fitnessprobleme bei Viktor Gyökeres, Noni Madueke, Martin Ødegaard, Gabriel Martinelli sowie den Langzeitverletzten Gabriel Jesus kompensieren. Während der Klub im Kampf um nationale und europäische Titel steckt, schränkt sein Ausfall die Rotation ein und beeinflusst die Transferplanung. Auch für die DFB-Elf gilt: Havertz soll behutsam herangeführt werden, um eine weitere Unterbrechung in diesem wechselhaften Jahr zu vermeiden.
